Wie Adolf nach Indien kam

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arcalis
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Mär 2010 11 10:53

Wie Adolf nach Indien kam

Ungelesener Beitrag von arcalis

Als ich auf folgenden Bericht stieß, war ich doch mehr oder weniger verwundert - und ehrlich gesagt auch etwas amüsiert. Ein Freund, der einige Monate in Indien war, hatte mir auch schon mal davon berichtet. Und dass er sich ziemlich zweifelhaft dabei vorkam...
Wie Adolf nach Indien kam
Von Hasnain Kazim, Islamabad
Als Deutscher erntet man in Indien und Pakistan viel Anerkennung. Leider auch für Dinge, mit denen man absolut nichts zu tun haben möchte. Vor allem Hitler-Bewunderer gehen einem schwer auf die Nerven. Und manchmal möchte man vor Scham am liebsten im Boden versinken.
(...)
Die meisten Menschen hier mögen Hitler.
Kürzlich war ich beim Friseur, einem alten Mann, der noch ohne Haarschneidemaschine und anderem elektronischen Schnickschnack arbeitet. Eine klapprige Schere, ein Kamm, eine Sprühflasche mit Wasser, das ist sein Werkzeug. Das Ergebnis war akkurat, aber ich war trotzdem nicht glücklich.
Ich sagte: "Ich sehe aus wie Hitler."
Er betrachtete mich im Spiegel, lächelte zufrieden und sagte: "Yes, yes, very nice."
Ich verzichtete auf eine Diskussion, fuhr nach Hause und bemühte mich, den Scheitel zu beseitigen.

Gut, dass es nicht wieder zu dem üblichen Hitler-Gespräch gekommen war. Pakistaner suchen dieses Thema, wenn sie erfahren, dass man aus Deutschland kommt. "Wir sind auch Arier", sagen sie dann, weil sie irgendwo aufgeschnappt haben, dass es ein indo-germanisches Urvolk gab, die Aryas. Und: Hitler, ach, was war das für ein genialer Feldherr!
Manchmal ist es am besten, die eigene deutsche Herkunft zu verschweigen.
Es sind peinliche Momente, weil die Menschen glauben, sie machten einem mit ihrem Bekenntnis eine Freude. Ich vermute, die meisten Inder und Pakistaner haben keine Ahnung, was dieser Mann angerichtet hat. Sie sehen in ihm den schneidigen Führer, der sich mit Briten und Amerikanern anlegte. (...)

Man kann versuchen, solche Gespräche abzublocken, wie kürzlich ein deutscher Bekannter: Er sagte einem Taxifahrer in Iran, er solle aufhören mit dem Unsinn, schließlich hätte er als Dunkelhäutiger unter Hitler mit Sicherheit nicht lange überlebt. Der Taxifahrer guckte ihn mit großen Augen an: "Aber ich bin doch ein Arier!" (...)
Ich weiß nicht, woher diese Faszination rührt, nicht nur für die Nazis, sondern für alles Deutsche. Dass das heutige Deutschland ein anderes ist als das Dritte Reich, nehmen die meisten Menschen kaum wahr, sie haben ja nicht einmal die nächste Großstadt auf dem Subkontinent gesehen, woher sollen sie also wissen, wie es heute in der Bundesrepublik aussieht.
Der Sprung von Hitler zu Mercedes ist für viele Pakistaner deshalb nicht weit ("Very excellent car, but a little too expensive"). Vor ein paar Tagen fuhr ein weißer Mercedes aus den siebziger Jahren vor mir, im Stadtzentrum von Islamabad. Darin saß eine siebenköpfige Familie. Am Heck prangte ein Aufkleber: ein schwarzes Hakenkreuz in einem weißen Kreis, umgeben von Rot. Darunter: "I like Nazi."

Bettwäsche aus der Nazi-Kollektion

Es sind nicht ausschließlich Muslime, die einen irritierenden Nazi-Kult pflegen: In Indien wurde vor ein paar Jahren von einem Hindu ein Restaurant mit dem Namen "Hitler's Cross" eröffnet, einschließlich Führer-Porträt im Eingang.
Ein hinduistischer Geschäftsmann verkaufte Bettwäsche mit Hakenkreuzen, die mit dem in Indien verbreiteten Swastika, dem hinduistischen Hakenkreuzsymbol für Glück, wenig zu tun hatten: Die Laken, Kissen- und Deckenbezüge gehörten laut Werbebroschüre zu einer Ausstattung mit dem Namen "The Nazi Collection".
Die englische Fassung von "Mein Kampf" gibt es selbst in den Buchläden der entlegensten Orte zu kaufen. Und in indischen Schulbüchern wurde Hitler schon mal als großartiger Staatslenker gefeiert.

Einmal besuchten meine Frau und ich das Café in dem wunderschönen Hotel "Imperial" in Neu-Delhi. Es hat einen Garten mit Palmen, hervorragendem Tee und freundliche Kellner in Uniformen, die an die Kolonialzeit erinnern. Ein junger Mann bediente uns. Sein Namensschild rief mein Interesse hervor, ich fragte ihn nach dem Grund seines für indische Verhältnisse doch ungewöhnlichen Namens. "Oh, meine Eltern haben mich nach einer großen historischen Persönlichkeit benannt", erklärte er uns.

In schwarzen Lettern stand auf dem goldenen Schild: Adolf.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,682326,00.html
:grillen: :stoesschen: :rose: :hofmachen:
Versuchungen sollte man nachgeben.
Wer weiß, ob sie wiederkommen!

Oscar Wilde
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posteo
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Sep 2021 02 18:52

Re: Wie Adolf nach Indien kam

Ungelesener Beitrag von posteo

arcalis hat geschrieben: 11. Mär 2010 10:53 In schwarzen Lettern stand auf dem goldenen Schild: Adolf.
Hindus sind gegen den politischen Islamismus und tragen daher ganz
gerne ein Hemd mit einem Adolf vorne drauf.



How Bizzarr:

 ! Nachricht von: Administrator
Bitte keine Hitler Bilder. Nächstes Mal lösche ich den gesamten Betrag
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Trojica
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Sep 2021 02 23:51

Re: Wie Adolf nach Indien kam

Ungelesener Beitrag von Trojica

Musst net so weit gehen....jeden Sonntag findet in Maribor Pobrežje ein grosser Flohmarkt statt...und da können sich Freaks dieser unrühmlichen Epoche mit Accessoires, Büsten etc komplett eindecken...musst halt dir Stände abseits ( wenn reinkommst, an den Paprikaständen vorbei und dann links halten) aussuchen.

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Hinzugefügt 2 Minuten 25 Sekunden nach Erstellung des Beitrags

Da würde der deutsche Amtsschimmel ungeahnte Agilität zu Tage legen :multijump:

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Hinzugefügt 1 Minute 18 Sekunden nach Erstellung des Beitrags

...dafür hams den slowenischen " Bruno " erschossen....die Deppen :absolvent:
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posteo
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Sep 2021 03 19:00

Re: Wie Adolf nach Indien kam

Ungelesener Beitrag von posteo

Trojica hat geschrieben: 2. Sep 2021 23:51 Musst net so weit gehen....jeden Sonntag findet in Maribor Pobrežje ein grosser Flohmarkt statt...
Diese Kinderkramsammler gibt es hier zu Hauf. Den ganzen WK2 Schrott suchte man als Kinder in den Wäldern....
und stellte den Kram im eigenem Museeum aus ( Eintritt: 20 Deitsche Pfennige )
später völlig un-interessant.

Interessant ist, dass in den Medien der Eesterreicher oft als völliger anti-Slowen in den Medien betitelt wurde, speziell
unter dem " Führer Haider " ....ähm Landesobersherriff Haider.
Wogegen der Nationalismus innerhalb in Slowenien kaum von den linksautonomien standard.at + Spiegel-Fachkräften
genannt werden.
Der Schweizer ist auch ein rechter Ausländerhasser; speziell gegen die Deitschen führt einen Grant, dass es kaum
aushaltbar ist.
Seit dem die MIGROS für die Parkerei Franken verlangen, ist die Schweiz so langweilig wie ein alter Schuh geworden.

ps. Slowenien ist aktuell sicherer vs. Schweiz ( wo sich vermehrt Migranten oder DUDEs mit Migrations-
Hintergründen in Massen auf sich aufhalten, > 59 %, ex-yugo, albanisch, arabisch, usw. ) In Slowenien würden
diese DUDEs vermutlich komplett verhungern



DUDE in Eesterreich, wg. Wiederbetätigung angezeigt - tattoo-wiert, bis zum Sack
Real-Sati(e)re, welche sa-tier-ischer kaum sein könnte - könnte ein Fanboy von Laibach sein ?
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Trojica
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Re: Wie Adolf nach Indien kam

Ungelesener Beitrag von Trojica

arcalis hat geschrieben: 11. Mär 2010 10:53 Seit dem die MIGROS für die Parkerei Franken verlangen, ist die Schweiz so langweilig wie ein alter Schuh geworden.
Mein Gott, was willst denn in der Schweiz kaufen? Es gibt dort nur eins, was besser ist als ausserhalb, das ist der Käse. Aber an die Franzosen kommen sie net ran. Die Schweiz ist ein Inselstaat, der nur überlebt, weil er im Krieg net zerbombt wurde und unermesslich viel Kapital aufsaugen konnte. Aber der Hochmut kommt vor dem Fall.
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posteo
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Re: Wie Adolf nach Indien kam

Ungelesener Beitrag von posteo

Trojica hat geschrieben: 3. Sep 2021 20:34 Mein Gott, was willst denn in der Schweiz kaufen?
Die Migros, Coop usw. haben paar Produkte im Sortiment, welche ganz brauchbar sind ( Tiefkühlware, Säfte, Eier-Nudeln, Saucen, Hefezöpfe usw. )
- dazu kommt noch der Schokoladen
kram aus dem Denner, incl. schweizer Roseweine. Im Kellerabteil findet man noch Ölfarben, für die Malerei und die Tankerei
war auch mal interessant, wie auch der Technik-Kram, welcher mit 8 % max. besteuert wurde.
Diverser Apothekenkram, welchen es weder im deitschen Reformhaus gibt, noch in der Apotheke, zb. 100% Brennesselpillen,
Salben, Tropfen usw.
Dazu kommt noch ein stabiler 1.000 Franken-schein im Austausch, wenn die €-Scheine wertemässig verrecken.

Diverse Dudes nahmen auch Kredite und die schweizer Sachwert-Lagerei in den Banken ist relativ sicher. EU Banken sperren dir deine
Zugänge...dann mau-mau.
Diverse Goldbarren und Franken-Gold-Vrenelis waren auch interessant im Einkauf...

Mit der Franken-Korrektur sind die Grenzgänger-Dudes dann fern geblieben, wie auch die Touristen später, weil die Preis-
Entwicklung eher horrend als horrend wurde.
Die Entwertung des €-s trug mit dazu bei - dafür ist die schweizer Ameise stabil, weil die Araber ihren ganzen Zaster in
Lausanne und rund herum eingelagert haben.

Als Grenzgänger oder temporär dort arbeitender Ausländerdude, werden diese aber oft als zweite Klasse behandelt. Das ist einfach so.
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posteo
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Re: Wie Adolf nach Indien kam

Ungelesener Beitrag von posteo

Warum darf der Titel ....Wie Adolf nach Indien kam ...genannt werden ....
aber kein Bild vom Adolf Hüttler gezeigt werden, wenn ein historischer Hintergrund aufgedeckt wird ?
Sind genug Slowenen wegen dem Adolf Hüttler in Slowenien und im Kriegseinsatz drauf gegangen.

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Goldbarren, ganz ohne Häckelkreuz - beim Spiegel darf das Häckelkreuz gedruckt werden
( weil pro Zion-Schmierenblatt dann erlaubt ? )
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