Allgemeine Wirtschaftsnachrichten

Die slowenische Wirtschaft betreffend
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posteo
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Jan 2010 17 19:18

Re: Allgemeine Wirtschaftsnachrichten

Letzter Beitrag der vorhergehenden Seite:

Tom hat geschrieben:Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Komischer Weise, ziehen die Asiaten mitunter den größten Nutzen aus einem starken €uro.
Unsere Produkte werden "unbezahlbar" und deren immer billiger. ( nicht gleichbedeutend mit besser :absolvent: )

Das ist nunmal die Crux mit der Globalisierung. Man will auf allen Märkten vertreten sein und muß deshalb immer kuschen. Und schon wieder greifen die Bänker in den Markt ein... :natuerlich:
Ein starker Euro ist nicht immer ein guter Euro?

Die Asiaten haben eine unkompliziertere Abfallwirtschaft.
Leider werden dort nicht soviel Auflagen gemacht, bezüglich Abfallwirtschaft. In Eu muss der Produzent den Faktor Sondermüll-Logistik mit-einkalkulieren + die administrativen/logistischen Kosten noch aussen vor.

Der Asiate wirft seinen Dreck irgendwo in eine Deponie, für paar Scheine. Nicht umsonst wird der Chinese Exportweltmeister :denkend_smilie:

...in Deutschland soll der Steuerzahler für die Industrieabfälle aufkommen und die Merkel stimmt wieder Faktor > 2x neuen Kohlekraftwerksneubauten zu?
http://www.umweltruf.de/news/111/news0. ... mmer=34200

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Tom
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Jan 2010 17 20:19

Re: Allgemeine Wirtschaftsnachrichten

Tja, leider haben es sich unsere Politiker auf die Fahnen geschrieben, die Welt im Alleingang retten zu wollen. Das wir uns damit aber selber in beide Knie schießen, sehen die nicht.
Denn wie Triglav schon schreibt, der Chinese hat kein Umweltgewissen und die Lobby pro Umwelt wird in Beijing sehr klein gehalten.

Man sollte die Umwelt schützen, keine Frage. Aber nicht von heut auf morgen, sonst fahren wir gegen die Wand.


Gruß
Tom
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arcalis
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Re: Allgemeine Wirtschaftsnachrichten

Nicht umsonst wird der Chinese Exportweltmeister


Zum einen schert sich China überhaupt nicht darum, was der Rest der Welt denkt. Es sieht sich mittlerweile selbst so stark, dass es meint, die Bedingungen selbst vorgeben zu können. Siehe Kopenhagen, Menschenrechte pp.

Zum anderen müssen wir uns fragen, warum China Exportweltmeister ist. Wer kauft denn die chinesischen Produkte? Wir alle. Es kann nicht billig genug sein. Und auch wenn das Kinderspielzeug, die Textilien und die Schuhe mit allen möglichen Schadstoffen belastet sind, sie sind halt so schön billig. Beispielsweise wurde festgestellt, dass die imitierten "croqs" (so ne Art Gummi-Clogs) so starkt belastet sind, dass beim Tragen mit nackten Füssen Giftstoffe wie bei dem Konsum von 30.000 Zigaretten auf den Körper einwirken. So wie die dort mit ihrer Umwelt umgehen, so gehen sie auch mit dem Endverbraucher um.
Wir wissen es und kaufen den verseuchten chinesischen Schrott trotzdem. Jeder denkt, dass es wohl nicht so schlimm sein wird.
Jeder Verbraucher hier trägt also auch zur Führungsposition der Chinesen bei. Und stärkt sie weiter. Es liegt daher nicht nur am starken Euro.

Im übrigen muss man auch mal sehen, dass wir zumindest im Hinblick auf den Ölpreis froh sein können, dass wir den Euro haben.
Bei einem schwachen Euro würde der ein oder andere es sich nicht mehr leisten können, die Wohnung zu heizen.
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Tom
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Re: Allgemeine Wirtschaftsnachrichten

Wir haben es doch alle selbst in der Hand, was wir kaufen. Ich halte es schon immer so, lieber weniger aber das von bester Qualität.
Neulich habe ich mir ein paar Kickschuhe gekauft. Ich wollte Adidas. Als ich dann ein Modell in der Hand hatte schaute ich in den Schuh um zu klären wo er gemacht wurde.
Da stand dann zu meinem Entsetzen "Made in China". Der Schuh landete unsanft wieder im Regal.
Ein anders Model von Adidas war dann "Made in EU". Habe mich trotz höheren Preises für den Entschieden.

Bei Spielwaren für Nichten und Neffen, werden nur "Made in Germany" Artikel gekauft.


Auch der Spruch "Geiz ist Geil" ist total uncool. Wir schaden uns damit nur selber. Also lieber weniger, aber davon das beste aus heimischer Produktion.


In diesem Sinne


Gruß
Tom
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arcalis
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Re: Allgemeine Wirtschaftsnachrichten

Auch der Spruch "Geiz ist Geil" ist total uncool. Wir schaden uns damit nur selber.
Du sprichst mir aus der Seele. Die Leute sollten sich mal fragen, warum die Sachen so billig sind. Un der Spruch "Geiz ist geil" ist nicht nur uncool, sondern Schwachsinn:
Der Ausdruck Geiz (von mittelhochdeutsch gīt[e]: ‚Gier', ‚Habgier') bezeichnet eine zwanghafte oder übertriebene Sparsamkeit, damit verbunden auch den Unwillen, Güter zu teilen.
Gegenüber wem sind wir denn geizig? Solange wir uns gegenüber China selbst schwächen, brauchen wir uns nicht über dessen Vormachtstellung beschweren. Man kann nur hoffen, dass allmählich ein Umdenken anfängt.

Gruß

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Re: Allgemeine Wirtschaftsnachrichten

Kleines Beispiel noch:
Seid dieser Milchautomat in Brezice aufgestellt wurde, hole ich mir da immer meine Milch bei unseren SLO-Aufenthalten.
Auch hier halten wir es so. Entweder beim Bauern, oder aber die Alpen-Milch aus dem Supermarkt mit "Bauernsiegel". Kostet mehr, aber man weiß das ein teil des Gelds an die Milchbauern geht.


Gruß
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Re: Allgemeine Wirtschaftsnachrichten

Auch ein Grund weshalb die Chinesen uns beim Preis ausloten. Kaum Rgeln, hauptsache man Transportiert.

Bild

Fehlende Auflagen und Kontrollen, ermöglichen niedrige Standarts und billige Arbeit.


Gruß
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Re: Allgemeine Wirtschaftsnachrichten

Da bekommt der Schulterblick eine ganz andere Bedeutung. :smile:
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arcalis
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Re: Allgemeine Wirtschaftsnachrichten

Aber zumindest hat der Fahrer einen Helm auf. Wird wohl so dort geregelt sein, dass mit Wegfall der Fahrerkabine automatisch die Helmpflicht greift.
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Re: Allgemeine Wirtschaftsnachrichten

Deutlich mehr Firmen in Zahlungsverzug

In Slowenien hat die Zahl der Firmen mit einem Zahlungsverzug von mindestens 30 Tagen im Zuge der schlechten Wirtschaftslage zugenommen. Grund hierfür ist die allgemein schlechte Wirtschaftslage. Doch trotz der Verschlechterungen im Verlauf von 2009 bewerten internationale Agenturen Slowenien immer noch gut.
LJUBLJANA. Im November 2009 waren insgesamt 5 011 säumige juristische Personen registriert, etwa 58% mehr als zu Jahresbeginn. Die Summe aller Außenstände hat sich im gleichen Zeitraum um 56% auf 227,4 Mio. Euro erhöht. Dennoch erfährt das Land international weiter eine gute Bonitätseinstufung. Rückgängig ist 2009 auch das Leasinggeschäft. Die Bankkredite an Unternehmen stagnieren. Der Grund für die vermehrten Zahlungsausfälle ist die allgemein schlechte Wirtschaftslage.

Die EU-Kommission schätzt, dass Sloweniens Wirtschaftsleistung 2009 um insgesamt 7,4% zurück geht. Besonders betroffen ist die Industrie, deren Gesamtumsatz von Januar bis Oktober 2009 um 19,5% geringer war als in den ersten zehn Monaten 2008. Auf dem Bau waren die ausgeführten Arbeiten im gleichen Zeitraum sogar um 22,1% gesunken.

http://www.handelsblatt.com

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xchen1213
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Mär 2010 03 08:29

Re: Allgemeine Wirtschaftsnachrichten

Slowenien im Sog einer Immo-schenke

Schwache Nachfrage nach Immobilien stürzt Sloweniens Baufirmen in Zahlungsprobleme, die Banken leiden mit. Sloweniens Notenbank schickt daher erste Warnungen aus.
Laibach. Slowenien, das reichste Land Südosteuropas, wird nach einem Katastrophenjahr ‘09 (minus 7,8 Prozent beim BIP) heuer zu einem zarten Wachstum finden - laut UniCredit werden es 0,6 Prozent plus; das Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) geht von 0,6 bis 1,4 Prozent plus, die Österreichische Kontrollbank (OeKB) jedoch von einem Nullwachstum aus.

Doch es wachsen auch Befürchtungen, dass einige Probleme der slowenischen Wirtschaft, die bisher „mitgeschleppt" wurden, heuer ausarten könnten. So warnte die slowenische Notenbank zu Jahresende vor dem Problem am Immobilienmarkt: 85 Prozent der 14.000 Wohnungen, die 2009 gebaut wurden, sind nicht verkauft, und aus dem Jahr 2008 stehen noch 4000 Neubauten leer. Daraus leitet die Notenbank ein Risiko für die Stabilität des Bankensystems ab, zumal die Baufirmen die Kredite schlecht bedienen können, wenn sie selbst kaum Umsatz haben. Laut der Zeitung „Dnevnik" kosten die Wohnungen immer noch zu viel: In Laibach sind 4000 € pro Quadratmeter Neubau immer noch üblich. Laut „Dnevnik" schulden Baufirmen den Banken drei Milliarden € aus Projektfinanzierungen. „Die faulen Kredite der NLB Bank sprechen hier eine deutliche Sprache", sagte ein Analyst, der ungenannt bleiben wollte, zum WirtschaftsBlatt.

Stark exportabhängig

Der schleppende Immo-Verkauf fordert bereits erste Opfer: Die Baufirma Vegrad hat um Staatshilfe angesucht.
Eine Erholung der Inlandsnachfrage wird nicht genug sein: „Kleine Volkswirtschaften wie Slowenien sind von der Erholung der Nachfrage auf ihren Exportmärkten, in dem Fall Deutschland, abhängig", sagt Hermine Vidovic, Expertin des WIIW. Staatliche Konjunkturpakete helfen daher Slowenien relativ wenig. Bei der OeKB Kreditversicherung bleibt Slowenien bestens geratet, sagt Helmut Altenburger, Chef der OeKB Südosteropa Holding. Aber: „Wir beobachten die Entwicklung genau. Das Jahr 2009 hat durchaus Anlass zur Sorge gegeben."
http://www.wirtschaftsblatt.at

so arg das auch ist.. es läßt hoffen das die wohnungspreise echt etwas fallen... ist ja wucher :!: